Wasserlagerung im Krisenfall: Trinkwasserversorgung sichern

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Warum Wasserlagerung für Krisenzeiten unverzichtbar ist

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Ohne Nahrung können wir mehrere Wochen überleben, ohne Wasser jedoch nur wenige Tage. Bei Stromausfällen, Naturkatastrophen oder Infrastrukturausfällen kann die öffentliche Wasserversorgung schnell zusammenbrechen. Deshalb ist eine durchdachte Wasserlagerung für jeden Haushalt essenziell, um im Krisenfall vorbereitet zu sein.

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Die richtige Bevorratung von Trinkwasser gibt Ihnen nicht nur Sicherheit, sondern auch wertvolle Zeit, um in Notlagen besonnen zu handeln. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über die sachgerechte Lagerung von Wasser – von der benötigten Menge über geeignete Behälter bis hin zur optimalen Aufbewahrung.

Wie viel Wasser sollte man lagern?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt einen Vorrat von mindestens zwei Litern Wasser pro Person und Tag. Diese Menge deckt sowohl den Trinkbedarf als auch die Zubereitung von Nahrung ab. Für hygienische Zwecke sollten Sie zusätzliches Wasser einplanen.

Empfohlene Mengen für einen 10-Tages-Vorrat:

  • Pro Person: mindestens 20 Liter Trinkwasser
  • Für eine 4-köpfige Familie: 80 Liter
  • Bei höheren Temperaturen oder körperlicher Belastung: zusätzliche 50% einplanen
  • Berücksichtigung von Haustieren: etwa 50-100 ml pro Kilogramm Körpergewicht täglich

Rechne auch Sonderbedarf ein: Kleinkinder, Schwangere, Stillende und kranke Menschen haben einen erhöhten Wasserbedarf.

Die richtigen Behälter für die Wasserlagerung

Die Wahl des Lagerbehälters entscheidet maßgeblich über die Haltbarkeit und Qualität Ihres Wasservorrats.

Geeignete Wasserbehälter

Lebensmittelechte Kunststoffkanister* sind die praktischste Lösung für die häusliche Vorratshaltung. Achte auf die Kennzeichnung „lebensmittelecht“ oder das Glas-Gabel-Symbol. PET- oder PE-Behälter sind besonders empfehlenswert, da sie leicht, bruchsicher und gut stapelbar sind.

Auch Glasflaschen eignen sich hervorragend für längere Lagerung, sind jedoch schwerer und bruchgefährdet. Ideal für kleinere Mengen und wenn Geschmacksneutralität oberste Priorität hat.

Edelstahlbehälter sind langlebig und robust, allerdings teurer in der Anschaffung. Sie eignen sich besonders für die mobile Krisenvorsorge.

Diese Behälter sollten nicht verwendet werden

  • Gebrauchte Milchkanister oder Saftflaschen – Rückstände können Keimwachstum fördern
  • Nicht-lebensmittelechte Behälter – können Schadstoffe abgeben
  • Behälter ohne dichten Verschluss – Verunreinigung möglich
  • Transparente Behälter an hellen Standorten – fördern Algenwachstum

Wasserlagerung: Vorrat richtig aufbewahren

Die optimale Lagerung ist entscheidend für die Haltbarkeit Ihres Wasservorrats.

Der ideale Lagerort

  • Kühl und dunkel: Temperaturen zwischen 10-15°C sind optimal
  • Trocken: Verhindert Schimmelbildung an Behältern und Etiketten
  • Geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung: UV-Licht fördert Keimwachstum
  • Fern von Chemikalien: Kunststoffbehälter können Gerüche aufnehmen
  • Erreichbar: Im Notfall müssen Sie schnell an Ihren Vorrat gelangen

Kellerräume, Abstellkammern oder kühle Vorratsräume sind ideal. Vermeiden werden sollten Garagen, wenn dort Benzin, Farben oder andere Chemikalien lagern.

Haltbarkeit und Rotation

Richtig gelagertes Wasser in verschlossenen, sauberen Behältern ist praktisch unbegrenzt haltbar. Dennoch sollte folgendes beachtet werden:

  • Gekauftes Mineralwasser: Mindesthaltbarkeitsdatum (meist 1-2 Jahre)
  • Leitungswasser in eigenen Behältern: Alle 6 Monate austauschen
  • Rotation nach dem FIFO-Prinzip: First In, First Out – älteste Vorräte zuerst verbrauchen
  • Regelmäßige Kontrolle: Prüfe vierteljährlich auf Verfärbungen, Geruch oder Trübung

Beschriften Sie Ihre Behälter mit Abfülldatum, um den Überblick zu behalten.

Leitungswasser selbst abfüllen: Schritt für Schritt

Wenn Leitungswasser zur Vorratshaltung genutzt werden soll:

1. Behälter gründlich reinigen: Mit heißem Wasser und Spülmittel auswaschen, gut ausspülen

2. Desinfizieren: Mit kochendem Wasser ausspülen oder mit Desinfektionsmittel behandeln

3. Vollständig trocknen lassen: Verhindert Keimbildung

4. Wasser direkt einfüllen: Möglichst ohne Kontakt mit Luft

5. Bis zum Rand füllen: Minimiert Lufteinschluss

6. Fest verschließen: Dichtheit prüfen

7. Beschriften: Datum der Abfüllung notieren

Zusätzliche Wasserquellen für den Notfall

Neben gelagertem Wasser sollten Sie weitere Wasserquellen kennen:

  • Warmwasserboiler: Enthält oft 50-150 Liter nutzbares Wasser
  • Toilettenspülkasten: Nur bei sauberen Systemen ohne Zusätze
  • Regenwasser: Muss vor Gebrauch gefiltert und abgekocht werden
  • Brunnen oder Quellen: Wenn vorhanden, als Backup-Quelle wertvoll

Halten Sie für solche Quellen Wasserfilter oder Entkeimungstabletten* bereit.

Wasseraufbereitung als Ergänzung

Zur Absicherung sollten Sie auch Mittel zur Wasseraufbereitung vorhalten:

  • Wasserfilter: Mobile Systeme für Outdoor und Krisenvorsorge
  • Entkeimungstabletten: Auf Basis von Chlor oder Chlordioxid
  • Abkochen: Wasser mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen tötet die meisten Keime
  • UV-Entkeimung: Moderne Geräte für kleinere Wassermengen

Wasserlagerung ist einfach und lohnt sich

Eine durchdachte Wasservorratshaltung ist keine übertriebene Vorsichtsmaßnahme, sondern verantwortungsvolle Krisenvorsorge. Mit den richtigen Behältern, einem geeigneten Lagerort und regelmäßiger Rotation schaffst du dir einen wertvollen Puffer für Notlagen. Beginne mit einem Grundvorrat von 20 Litern pro Person und baue diesen schrittweise aus. So bist du für die wichtigsten Krisensituationen gewappnet und können auch längere Versorgungsengpässe gelassen meistern.

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