Dokumente für die Flucht sichern

Es gibt vielfältige Gründe, warum es notwendig sein kann, dass man sein Haus oder seine Wohnung fluchtartig verlassen muss und so schnell nicht wieder kommen kann. Vom Feuer im Haus bis zu einem Krieg ist die Bandbreite der Möglichkeiten sehr groß und damit leider auch nicht komplett unwahrscheinlich, dass einem in seinem Leben einmal ein solches Ereignis trifft.

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Warum Dokumente sichern?

Wer für einen solchen Fall vorbereitet ist und einen Fluchtrucksack griffbreit zu stehen hat, hat gute Karten die nächsten Tage gut zu überstehen. An was jedoch oft nicht gedacht wird, sind die wichtigen Dokumente, die man ja meist in Ordnern irgendwo im Schrank lagert. Wenn das Haus abbrennt oder man die Wohnung fluchtartig verlassen muss, sind diese Dokumente meist verloren bzw. für lange Zeit nicht verfügbar. Geburtsurkunden, Bankunterlagen, Versicherungspolicen, Arbeitsverträge, Qualifikationsnachweise, usw. sind dann alle weg. Das kann schwerwiegende Folgen haben, wenn man bestimmte Dinge einfach nicht mehr nachweisen kann. Deshalb sollte man sich vorbereiten und die wichtigsten Dokumente so gut wie möglich sichern.

Wie sichere ich meine Dokumente?

Einscannen

Der einfachste Weg, wie du deine Dokumente vor einem Verlust sichern kannst, ist, diese abzufotografieren oder einzuscannen. Die Dateien speicherst du dann entweder auf einen USB-Stick oder einer SD-Karte und verstaust diese sicher und möglichst wassergeschützt in deinem Fluchrucksack.

Nutze die Cloud zum Sichern deiner Dokumente

Eine andere Möglichkeit ist, deine Daten in einer sogenannten Cloud im Internet zu speichern. Denn auf diese kommst du von überall auf der Welt problemlos ran, solange das Internet noch funktioniert und der Cloud-Anbieter keine Probleme hat. Doch keine Angst, die Cloud-Anbieter spiegeln die Daten auf vielen Servern, die in verschiedenen Ländern stehen. So ist hier mit hoher Datensicherheit zu rechnen. Das ist schließlich das Kerngeschäft von Cloud-Anbietern. Bei Datenverlusten würde kein Mensch mehr deren Service nutzen. Ich empfehle, dass du deine digitalisierten Dokumente auch auf mehreren Clouds ablegen. Es gibt dafür zahlreiche namenhafte Anbieter, wie die iCloud, Google Drive, Dropbox und viele mehr. Wenn ein Cloud nicht mehr erreichbar ist, ist es vielleicht noch eine Andere.

Daten verschlüsseln

Zudem gibt es die Möglichkeit, dass du deine Daten vor dem Upload zum Cloud-Anbieter verschlüsselt. Dafür gibt es diverse sehr gut und einfach zu bedienende Tools, wie zum Beispiel Boxcryptor, die das können. Mit einer solchen Verschlüsselung kein keiner außer Dir etwas mit den Daten anfangen. Nur du hast einen sogenannten Masterkey und kannst auf deine Daten und Dateien zugreifen.


Alternativ kannst du deine Dateien auch in ein ZIP-Archiv packen und dieses mit einem Passwort versehen, bevor du es hochlädst. Auch das bietet einen gewissen Grad an Schutz davor, dass Fremde deine Dateien einsehen können. Du siehts, es gibt viele Möglichkeiten. Also gehe lieber auf Nummer sicher. 

Natürlich kann es sein, dass abfotografierte und digitale Dokumente bei Behörden nicht akzeptiert werden, dennoch ist es aus meiner Sicht besser, du hast diese Kopien, als gar keine Nachweise. Die aller wichtigsten Unterlagen solltest du jedoch möglichst als Original dabei haben.

Die optimale Strategie

Der aus meiner Sicht sicherste Weg für sichere Daten auf der Flucht ist eine Kombination aus oben genannten Punkten. Kopiere deine eingescannten Dokumente auf 2 SD-Karten, die du an verschiedenen Stellen bei dir hast. Zum Beispiel eine im Fluchtrucksack und eine in der Jacke. Dazu kopiere diese Dateien verschlüsselt auch noch auf mindesten zwei verschiedene Clouds. Ich denke sicherer geht es nicht mehr.

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